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Presse 2009

vom 8.8.2009

GUT ANGENOMMEN wird der neue Leiberstunger Dorfladen. Martha Jörger, Alexander Naber und Karlheinz Röll (von links) freuen sich über die gute Kundenresonanz.
GUT ANGENOMMEN wird der neue Leiberstunger Dorfladen. Martha Jörger, Alexander Naber und Karlheinz Röll (von links) freuen sich über die gute Kundenresonanz. Foto: Roland Huck

Neuer Dorfladen arbeitet kostendeckend
Initiatoren freuen sich über großen Kundenzuspruch

Sinzheim-Leiberstung (rock). Prächtig entwickelt hat sich seit seiner Eröffnung vor 100 Tagen der Dorfladen in Leiberstung. "Von den Bürgern wird das Angebot gut angenommen", freuen sich Ortsvorsteher Alexander Naber als Aufsichtsratsvorsitzender sowie Karlheinz Röll als Vorstandsmitglied der in Gründung befindlichen "Dorfladen Leiberstung eG". Dank des regen Zuspruchs durch die Kunden, die aus Leiberstung und umliegenden Orten kommen, könne der Dorfladen kostendeckend arbeiten.
Dies ist für das Team des Dorfladens allerdings kein Grund, im Engagement nachzulassen, sondern im Gegenteil. Kontinuierlich wird das Angebot des Ladens, der sich in der Leiboldstraße in einem ehemaligen Blumengeschäft befindet, auf die Wünsche der Kundschaft ausgerichtet. Beispielsweise bei den Öffnungszeiten. Morgens öffnet der Laden, in dem sieben Mitarbeiter teils ehrenamtlich, teils hauptamtlich tätig sind, bereits um 7 Uhr, lediglich am Sonntag erst um 8 Uhr. "Dann können frische Backwaren für das Frühstück eingekauft werden", so Naber. "Brötchen sind derzeit der Renner", ergänzt Martha Jörger, die im Dorfladen arbeitet. Um 12 Uhr, am Sonntag um 10 Uhr, wird geschlossen. Nachmittags hat der Dorfladen bislang nur dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

Zwar ist der Laden räumlich etwas beengt, doch das Angebot erfüllt die täglichen Bedürfnisse. Lebensmittel stellen den Hauptanteil dar. Die Palette reicht von Wurst und Fleisch über Backwaren und Getränken bis hin zu Zeitschriften. Wer Zucker oder Mehl braucht, wird hier ebenso fündig wie jene, die Limonaden oder Wein benötigen. Auch Eis und Süßigkeiten gehören zum Sortiment. Nicht zuletzt besteht auch die Möglichkeit, eine Tasse Kaffee zu trinken.

"Hierbei achten wir auf moderate Preise", erläutert Karlheinz Röll. Die Artikel kommen in erster Linie von regionalen Erzeugern. Zu den Lieferanten zählen beispielsweise der Cap-Markt der WdL in Bühl. die Zeller Mühle und der Aspichhof sowie der Vinzenzhof. Auch die Weine, Sekte und hochprozentige Wässerchen stammen aus der Nachbarschaft.

Positive Bilanz 100 Tage nach Eröffnung

In den gut drei Monaten seit Eröffnung am 2. Mai hat sich der Dorfladen zu einem beliebten Treffpunkt nicht nur für die Leiberstunger Bürger entwickelt. "Der Dorfladen dient nicht nur der Nahversorgung, sondern hat auch eine soziale Komponente", so Naber. Der Dorfladen sei ein Kommunikationszentrum, wo man sich austauscht und gerne auch ein Schwätzchen hält.

Mit dem Dorfladen wurde in Leiberstung eine Versorgungslücke geschlossen. Um dies zu realisieren, schlossen sich mehrere Bürger zusammen. Mittlerweile zählt die Genossenschaft in Gründung, die noch in das Genossenschaftsregister eingetragen werden soll, 188 Mitglieder. "Mindestens ein Geschäftsanteil in Höhe von 25 Euro muss gezeichnet werden, um Mitglied zu werden", informiert der Ortsvorsteher, der auf einen weiteren Zuwachs hofft.

Bis Donnerstag wurden 9 335 Kunden gezählt. Dies entspricht rund 100 Kunden pro Öffnungstag. Jüngste Investition war übrigens eine Kühlzelle, die rund 5 000 Euro gekostet hat. Auch für die Zukunft hat sich das Dorfladen-Team einiges vorgenommen. Vom Anbringen einer Jalousie am Fenster über Wärmeschutz an der Fassade bis hin zu Holzverkleidungen reichen die Maßnahmen.

Sogar ein Rezeptkasten befindet sich beim Dorfladen. Da es in Leiberstung keine Apotheke gibt, kann hier das Rezept eingeworfen werden. Von einer Apotheke im Nachbarort werden die Medikamente dann direkt ins Haus geliefert.

Neuestes Angebot im Dorfladen ist übrigens der Verkauf von Einkaufsgutscheinen, die sich zum Verschenken eignen.

vom 8.8.2009

Verkäuferin Martha Jörger und die beiden Vorstandsmitglieder Alexander Naber, Ortsvorsteher, und Karlheinz Röll (rechts).
Verkäuferin Martha Jörger und die beiden Vorstandsmitglieder Alexander Naber, Ortsvorsteher, und Karlheinz Röll (rechts).

Vor allem Backwaren, Fleisch und Wurstwaren werden in dem Genossenschaftsladen sehr gut nachgefragt.
Vor allem Backwaren, Fleisch und Wurstwaren werden in dem Genossenschaftsladen sehr gut nachgefragt. Fotos: Hoffmann

Seit 100 Tagen gibt es im Wendelinusdorf wieder ein Geschäft / Genossenschaft als Träger / Bei frischen Produkten vor allem Lieferanten aus der Region
Leiberstung: Der neue Dorfladen kommt gut an

Von Christa Hoffmann

Sinzheim - Leiberstung hat seit drei Monaten einen neuen Dreh- und Angelpunkt: den Genossenschaftsladen. Am kommenden Montag wird er 100 Tage alt. Ortsvorsteher Alexander Naber freut sich, dass das Angebot so gut angenommen wird. "Nun müssen die Leiberstunger für die grundlegenden Dinge nicht mehr aus dem Ort", sagt er.

Durchschnittlich 100 Kunden kämen täglich in die Leiboldstraße 68 - nicht nur aus dem Wendelinusdorf, sondern auch aus der Umgebung. Der Tagesumsatz liege bei 500 Euro. Um kostendeckend arbeiten zu können, sei ein Jahresumsatz von 125000 Euro notwendig, erklärte Naber. Wenn es so weiterlaufe, liege er bei 180000 Euro. "Wir rechnen ab dem zweiten Jahr mit einer schwarzen Null." Vor allem morgens sei der Andrang groß. "Wir sind von dem Erfolg selbst überrascht."

Backwaren werden am meisten nachgefragt. Ihr Anteil an den Warengruppen beträgt 41,7 Prozent, gefolgt von Fleisch und Wurstwaren vom Aspichhof (gGmbH) in Ottersweier, auf dem zwölf Heimbewohner leben und entsprechend ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. "Brötchen gehen am besten", weiß Verkäuferin Martha Jörger. Wo es möglich ist, wird Ware von Lieferanten aus der Nähe bezogen wie etwa Mehl aus einer Mühle vor der Haustür, Schnaps von einem Brenner aus Bühlertal oder Wein aus der Region.

Neben den frischen Artikeln, dazu gehören noch Quark, Joghurt, Käse und Eier von einem Bauernhof in Halberstung, wird alles angeboten, was man in einem kleinen Tante-Emma-Laden erwarten kann: unter anderem Kaffee und Tee, Getränke, Salzgebäck und Süßigkeiten, Putzmittel und Tütensuppen, Zeitschriften und Eis, H-Milch, Tierfutter und Zahnpasta. Diese sogenannte Trockenware liefert der CAP-Markt der Werkstätten der Lebenshilfe (WdL) Nordschwarzwald in Bühl, in dem auch 14 Menschen mit Handicaps beschäftigt sind, erklärt Karlheinz Röll, Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Einige von ihnen wohnen auch in Leiberstung.


Viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Der Vorteil beim Leiberstunger Dorfladen sei, so Naber, dass es eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer gebe, die entweder im Laden stehen, beim Einräumen helfen oder sich als Handwerker hervortun. "Ob Jung oder Alt, Neu- oder Altbürger, alle packen mit an", ist Hauptinitiator Naber begeistert. Das liege an der Struktur. Inzwischen gebe es 188 Genossenschaftsmitglieder, die zusammen rund 17000 Euro an Anteilsscheinen gezeichnet haben. Jeder kann beliebig viele Anteile (je 25 Euro) erwerben, hat aber in der Versammlung nur eine Stimme. Eine Nachschusspflicht gebe es nicht, so Naber. Weitere Mitglieder und Helfer seien willkommen.

Stammkunde Rudolf Birnbreuer beim morgendlichem Kaffe.
Stammkunde Rudolf Birnbreuer beim morgendlichem Kaffe.

Unter dem festen Mitarbeiterstamm - sechs Frauen und ein Mann - sind laut Naber auch einige 400-Euro-Kräfte, die den Dienstplan untereinander absprechen. Momentan ist der Dorfladen Montag bis Samstag von 7 bis 12 Uhr, dienstags und mittwochs von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 10 Uhr geöffnet. "Wenn zusätzliche Tage notwendig werden, ist das schön", so Naber. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass eine verlängerte Öffnungszeit letztlich nicht zu höheren Kosten führe. Schließlich wolle man die Preise halten, die vergleichbar mit anderen Lebensmittelgeschäften seien. Seit sechs Wochen verfügt der Laden zwar über eine große Kühlzelle, die 5000 Euro gekostet habe, dennoch seien die Lagerkapazitäten klein, und es bleibe bei dem überschaubaren Sortiment, erläutert der Ortsvorsteher.

Stammkunden gibt es auch bereits. Rudolf Birnbreuer aus Weitenung kommt fast jeden Tag, kauft ein großes Holzofenbrot, trinkt einen Kaffee am Stehtisch im Laden und liest Zeitung. Dann fährt er weiter zu seinen Bienenstöcken, die er in Leiberstung aufgestellt hat. Draußen vor der Tür lädt ein runder Holztisch mit ein paar Stühlen drumherum auch zum Verweilen ein. So erfüllt sich auch der Wunsch der Initiatoren, wonach die Einrichtung ein Kommunikationszentrum sein soll. "Das ist es, was im Dorfladen so toll ist, hier kennt jeder jeden, das macht unheimlich Spaß", sagt Martha Jörger.

vom 14.12.2009

MARIA WElS aus Leiberstung ist die 20 000 Kundin im Dorfladen. Deshalb bekam sie ein Geschenk - und auch die Damen hinter der Theke gratulierten
MARIA WElS aus Leiberstung ist die 20 000 Kundin im Dorfladen. Deshalb bekam sie ein Geschenk - und auch die Damen hinter der Theke gratulierten Foto: an

Dorfladen verbucht bereits 20000 Kunden
Auf dem Nikolausmarkt wurde Kundentreue ausgezeichnet

Sinzheim-Leiberstung (AN). Großer Andrang herrschte im Wendelinusdorf Leiberstung beim "Nikolausmarkt" des dortigen Dorfladens. Als Aktion zum Nikolaus hatte das Führungsteam der Leiberstunger Dorfladengenossenschaft vor dem Laden für alle Kunden und vorbeischauende Gäste eine kleine Bewirtung mit frisch zubereiteten Flammkuchen aus dem Holzofen, wie auch heißen Würsten aus dem Sortiment des Ladens aufgebaut. Heißer Glühwein und Kinderpunsch, wie auch Bier und alkoholfreie Getränke standen dem Besucher zur Auswahl.

Hintergrund dieser Aktion war die mit Spannung erwartete Kür des 20 000 Kunden des Dorfladens. Seit seiner Eröffnung am 2. Mai schreibt der kleine Laden im Herzen des Wendelinusdorfes eine Erfolgsgeschichte. Ausser an Sonn- und Feiertagen hatte der Laden jeden Tag seine Pforten geöffnet und dient nicht nur den Leiberstunger Bürgern als ortsnahe Einkaufsmöglichkeit.

"Vieles wurde und wird aktuell wieder in den Medien über das Sterben von Ladengeschäften auf den Dörfern berichtet, genauso viel wird von Ideen und Initiativen zur Rettung dieser dörflichen Einrichtungen geredet - wir haben gehandelt, mit Erfolg", stellte Alexander Naber fest, weicher als Vorsitzender des Aufsichtsrates mit an der Spitze der Genossenschaft aus Bürgern, Institutionen und Firmen steht. Den Bürgern auf dem Dorf ein Stück Lebensqualität zurückbringen, die Grundversorgung sichern, das Miteinander und die Gemeinschaft fördern, nebenbei noch Arbeitsplätze im Einklang mit Kindern und Familie schaffen ist das Ziel der dörflichen Nahversorgung nach dem Modell des genossenschaftlich organisierten Betriebes. "Es geht uns in erster Linie um die Bürger - nicht um die Auszahlung einer Dividende am Jahresende", betont Personalvorstand Peter Günther und fügt hinzu:
"die Dividende für jeden ist die Einkaufsmöglichkeit vor Ort und den Erhalt der dörflichen Struktur". Mit diesem kleinen Markt wollte die ehrenamtlich arbeitende Genossenschaftsführung auf das Ladengeschäft und gleichzeitig die Genossenschaftsidee aufmerksam machen und werben.


"Wir suchen weiter nach Mitgliedern für unsere Gemeinschaft um auch in Zukunft Investitionen in das Ladengeschäft verwirklichen zu können", so Günther weiter. Für eine Kundin war es an diesem Samstagmorgen dann ein besonderes Erlebnis "im Läd'l ingkaufe zu gehn!". Akribisch hatte man seit der Eröffnung des Ladens Statistiken erstellt und Tabellen geführt. So konnte man durch die Kassenauswertungen seit dem ersten Öffnungstag auch den 20 000 Kunden ausmachen: Maria Weis aus Leiberstung war die Glückliche, welche von Vorstand Peter Günther und Aufsichtsrat Naber ein kleines Präsent entgegennehmen konnte. Mit dem bisherigen Ladenbetrieb zufrieden, hofft man nun zum Jahresende nach den erfolgreichen Prüfungen des Geschäftsbetriebs die Eintragung in das Genossenschaftsregister zu erhalten und will mit einem eigens gestalteten Prospekt in das neue Jahr starten, um weitere Mitglieder für die Genossenschaftsidee zu begeistern und den Betrieb des Dorfladens zu sichern.

vom 5.5.2009

ALEXANDER NABER dankte in seiner Eröffnungsrede auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die das Projekt "Dorfladen" erst ermöglicht haben.
ALEXANDER NABER dankte in seiner Eröffnungsrede auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die das Projekt "Dorfladen" erst ermöglicht haben.

Nahversorgung für die Zukunft gesichert
Großer Andrang bei der Eröffnung des Dorfladens

Sinzheim-Leiberstung (AN). Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung des "Leiberstunger Dorfladens". Bereits vor dem offiziellen Öffnungszeitpunkt um 8 Uhr morgens hatten sich zahlreiche Bürger vor dem Laden versammelt, um bei der Ladenöffnung die ersten frischen Backwaren zu erhaschen. Mit einem kleinen Fest wollten die Betreiber des Dorfladens die Eröffnung feiern und hatten dazu die Bevölkerung eingeladen. Tische und Bänke waren aufgestellt, frisches Bier angezapft und ab 9 Uhr lockte der Duft kross gebratener Würstchen die Besucher zu dem Fest. Mit Freude konnte Leiberstungs Ortsvorsteher Alexander Naber als Auf sichtsratsvorsitzender der Betreibergenossenschaft "Unser Dorfladen Leiberstung" auch zahlreiche Ehrengäste zu diesem Festakt begrüßen. Naber dankte den zahlreichen fleißigen und ehrenamtlichen Helfern, welche in den vergangenen Tagen und Wochen das Ladengeschäft hergerichtet hatten und auch heute dieses Fest gestalteten.

Er betonte, dass dieses Projekt beispielhaft für einen Trend stehe, welcher der negativen Entwicklung der vergangene Jahre - immer mehr, immer billiger und immer individueller - entgegenwirken wolle, hin zu mehr Gemeinsinn und Engagement der Bürger füreinander. Das Sterben der Nahversorgung auf dem Lande war eine direkte Auswirkung auch gerade der "Geiz ist Geil-Mentalität" auf Kosten des Komforts und der Nähe zum Kunden.


Kooperation mit regionalen Erzeugern

Naber betonte die Wichtigkeit einer Grundversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs im ländlichen Bereich, gerade auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung der Gesellschaft. Gleiches unterstrich Ewald Glaser in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen in Karlsruhe. Glaser betonte, dass gerade die von Naber angesprochenen, negativen Entwicklungen auch mit zu den Problemen geführt haben, welche die Wirtschaft aktuell heimsuchen. Der hierbei immer lauter werdende Ruf nach mehr Staat und Unterstützung durch die öffentliche Hand kann jedoch nicht die Lösung sein. Glaser, zugleich auch Geschäftsführer des Aspichhofs in Ottersweier, unterstrich den Wert solcher kleinen Nahversorgungseinheiten nicht nur im Hinblick auf die Nähe zum Kunden, sondern auch auf die Kooperation mit regionalen Erzeugern. So ist auch der Aspichhof ein Lieferant des Dorfladens mit Fleisch- und Wurstwaren. Regionale Anbieter bilden die Grundlage des Sortimentes. Molkereiprodukte aus Sinzheim vom "St.-Vinzenz-Hof" ebenso, wie Getreide aus der Zeller Mühle in Unzhurst. Schnapsbrenner aus der Umgebung, wie auch die Getränke der "Brauerei Franz" aus Rastatt vervollständigen das regionale Angebot des Ladens.

Aus Stuttgart konnte Naber eine Grußbotschaft des "Ministers für Ernährung und Ländlichen Raum", Peter Hauk verlesen, welcher den Leiberstungern für dieses Projekt viel Erfolg wünschte. Nicht nur die Sicherung der Nahversorgung hat man mit dem Projekt Dorfladen im Blick. Gleichzeitig wurden auch Teilzeitarbeitsplätze geschaffen. Jüngstes Mitglied wurde bei der Eröffnungsfeier Sinzheims Bürgermeister Hans Metzner, welcher mit seinem Anteilserwerb an der Genossenschaft Lob und Dank zum Ausdruck brachte.

vom 5.5.2009


Gratuliert im Namen des Gemeinderats: Bürgermeister Hans Metzner (am Pult links) neben Leiberstungs Ortsvorsteher Alexander Naber.

Leiberstunger Bürger erscheinen zahlreich / Ortsvorsteher dankt Helfern
Dorfladen feierlich eröffnet

Sinzheim (gev) - "Was einer alleine nicht schaffen kann, das können viele gemeinsam." Was vor rund acht Wochen mit der Gründung der Genossenschaft "Unser Dorfladen Leiberstung e.G." aus der Taufe gehoben wurde, erreichte vergangenen Samstag sein erstes Etappenziel: Im Rahmen eines Festes im Kreise der Dorfgemeinschaft ist der Dorfladen eröffnet worden.

Ortsvorsteher Alexander Naber dankte in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats all jenen, die bei der Umsetzung und Durchführung des Projekts ehrenamtlich mitgeholfen haben. In den vergangenen Wochen und Tagen seien zahlreiche fleißige Hände damit beschäftigt gewesen, das Ladengeschäft innen und außen herzurichten. Mit der Eröffnung des Dorfladens könne nun täglich in Leiberstung eingekauft werden, die Grundversorgung sei gewährleistet. Nicht nur Dinge des täglichen Bedarfs seien im Sortiment enthalten, sondern auch täglich frische Backwaren, Fleisch und Wurst von regionalen Anbietern, was für höchste Qualität spreche, hob Naber hervor. Er bat die Bevölkerung weiterhin um Unterstützung: regen Gebrauch von dem Laden zu machen und noch mehr Mitglieder zu werben. Jedes neue Mitglied unterstütze die Dorfgemeinschaft.

Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen in Karlsruhe und Geschäftsführer des Aspichhofs, lobte das Konzept des Leiberstunger Projekts, regionale Betriebe einzubinden. Die Nahversorgung sei ein wachsendes Problem im ländlichen Raum, der Staat könne nicht alles richten, sagte er, deshalb sei man auf Initiativen angewiesen. Insofern erlebe die Genossenschaftsidee eine Renaissance, die es zu unterstützen gelte. Martin Ritter, Vertreter der Volksbank Baden-Baden-Rastatt, sagte, "ich wünsche uns allen und hoffe für die Verantwortlichen, dass die Geschäftsidee aufgeht".

Bürgermeister Hans Metzner sprach einmal mehr von der Aufbruchstimmung in Leiberstung und dankte den Gästen, die mit ihrer Anwesenheit zeigten, dass sie die Geschäftsidee unterstützen wollten. Er gratulierte im Namen des Gemeinderates und betonte, das Instrument Genossenschaft habe in Leiberstung eine besondere Bedeutung gewonnen. Es sei nicht nur gelungen, die Bürger zu sensibilisieren, sondern diese auch einzubinden, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen, hob Metzner hervor.

Geschäftsführerin Ramona Schultheiß und Vorstandsmitglied Karlheinz Röll, denen die Strapazen der letzten Tage vor der Eröffnung anzusehen waren, freuten sich sehr über die Resonanz seitens der Bürger. "Das macht die Mühe und die Anstrengungen der letzten Tage wett", freute sich Schultheiß.

vom 5.3.2009

Genossenschaft soll entstehen

Sinzheim - Zur Gründungsversammlung der Genossenschaft "Unser Dorfladen Leiberstung e.G." laden die Initiatoren heute, 5.März, um 20 Uhr in den Alten Bürgersaal der Ortsverwaltung in Leiberstung ein. Die Genossenschaft sind alle, die ihr beitreten wollen, heißt es in einer Mitteilung. Bei der Gründungsversammlung können alle Interessenten die Genossenschaft mitgestalten.


vom 7.3.2009


DIE MEISTEN BÜRGER zeichneten bei der Gründungsveranstaltung des Dorfladens mehr als einen Geschäftsanteil. Foto: cn

"Der Laden wird ein Stück Dorf sein"
Zahlreiche Bürger zeichneten Geschäftsanteile für Genossenschaft mit Status "in Gründung"

Sinzheim-.Leiberstung (cn). Was einer nicht schafft, schaffen alle: Rund 100 Personen kamen in den alten Bürgersaal, um den künftigen Dorfladen in Form einer Genossenschaft aus der Taufe zu heben und der künftigen Genossenschaft mit dem Namen "Unser Dorfladen Leiberstung e. G." beizutreten sowie Geschäftsanteile zu zeichnen. Die Versammlung bestimmte einen dreiköpfigen Aufsichtsrat den Ortsvorsteher Alexander Naber leiten wird. Die Genossenschaft mit dem momentanen Status "in Gründung" kann ab sofort ihre Aktivitäten aufnehmen. Läuft alles nach Plan, dann könnte der genossenschaftliche Dorfladen bereits ab Mitte April die Pforten öffnen.

"Der Laden wird ein Stück Dorf sein". kündigte Alexander Naber an, als er das Konzept des genossenschaftlichen Dorfladen vorstellte. Und er schien vielen aus dem Herzen zu sprechen. Immerhin ginge es um die Sicherung und den Erhalt der Eigenversorgung und nicht zuletzt um das gemeinschaftliche Miteinander. Die Genossenschaft lebe von den Mitgliedern, die Anteile zeichnen könnten und somit als Investoren das nötige Kapital für den Dorfladen stellten, erläuterte Naber das Vorhaben weiter.

Demnach ist vorgesehen, dass nachdem die Räumlichkeiten in der Leiboldstraße entsprechend verändert werden, in einem ersten Schritt ein überschaubares Grundsortiment für die Dinge des täglichen Bedarfs geschaffen wird. So beinhaltet das Angebot zunächst täglich frische Back-, Fleisch- und Wurstwaren. Da der Dorfladen mit den Bedürfnissen der Menschen wachsen soll, wird zu einem späteren Zeitpunkt das Angebot im Bereich des Trockensortimentes sowie um Molkerei- und Tiefkühlprodukte erweitert werden. Als Lieferanten seien regionale Anbieter vorgesehen, die für die Qualität ihrer Produkte stünden, betonte Naber. Um Nähe und Vertrautheit zu gewährleisten, ist Personal aus dem Ort vorgesehen. "Es ist unser Dorfladen, es ist kein Fremder, der hier sein Geschäft betreibt."


vom 5.3.2009

Genossenschaft soll entstehen

Sinzheim - Zur Gründungsversammlung der Genossenschaft "Unser Dorfladen Leiberstung e.G." laden die Initiatoren heute, 5.März, um 20 Uhr in den Alten Bürgersaal der Ortsverwaltung in Leiberstung ein. Die Genossenschaft sind alle, die ihr beitreten wollen, heißt es in einer Mitteilung. Bei der Gründungsversammlung können alle Interessenten die Genossenschaft mitgestalten.


vom 7.3.2009


DIE MEISTEN BÜRGER zeichneten bei der Gründungsveranstaltung des Dorfladens mehr als einen Geschäftsanteil. Foto: cn

"Der Laden wird ein Stück Dorf sein"
Zahlreiche Bürger zeichneten Geschäftsanteile für Genossenschaft mit Status "in Gründung"

Sinzheim-.Leiberstung (cn). Was einer nicht schafft, schaffen alle: Rund 100 Personen kamen in den alten Bürgersaal, um den künftigen Dorfladen in Form einer Genossenschaft aus der Taufe zu heben und der künftigen Genossenschaft mit dem Namen "Unser Dorfladen Leiberstung e. G." beizutreten sowie Geschäftsanteile zu zeichnen. Die Versammlung bestimmte einen dreiköpfigen Aufsichtsrat den Ortsvorsteher Alexander Naber leiten wird. Die Genossenschaft mit dem momentanen Status "in Gründung" kann ab sofort ihre Aktivitäten aufnehmen. Läuft alles nach Plan, dann könnte der genossenschaftliche Dorfladen bereits ab Mitte April die Pforten öffnen.

"Der Laden wird ein Stück Dorf sein". kündigte Alexander Naber an, als er das Konzept des genossenschaftlichen Dorfladen vorstellte. Und er schien vielen aus dem Herzen zu sprechen. Immerhin ginge es um die Sicherung und den Erhalt der Eigenversorgung und nicht zuletzt um das gemeinschaftliche Miteinander. Die Genossenschaft lebe von den Mitgliedern, die Anteile zeichnen könnten und somit als Investoren das nötige Kapital für den Dorfladen stellten, erläuterte Naber das Vorhaben weiter.

Demnach ist vorgesehen, dass nachdem die Räumlichkeiten in der Leiboldstraße entsprechend verändert werden, in einem ersten Schritt ein überschaubares Grundsortiment für die Dinge des täglichen Bedarfs geschaffen wird. So beinhaltet das Angebot zunächst täglich frische Back-, Fleisch- und Wurstwaren. Da der Dorfladen mit den Bedürfnissen der Menschen wachsen soll, wird zu einem späteren Zeitpunkt das Angebot im Bereich des Trockensortimentes sowie um Molkerei- und Tiefkühlprodukte erweitert werden. Als Lieferanten seien regionale Anbieter vorgesehen, die für die Qualität ihrer Produkte stünden, betonte Naber. Um Nähe und Vertrautheit zu gewährleisten, ist Personal aus dem Ort vorgesehen. "Es ist unser Dorfladen, es ist kein Fremder, der hier sein Geschäft betreibt."

Und da bei einer Gründungsversammlung auch die rechtlichen Details abgeklärt sein müssen, kam für die Leiberstunger Unterstützung vom badischen Genossenschaftsverband aus Karlsruhe. Dessen Vertreter Ansgar Horsthemke erläuterte die Paragraphen der Satzung. So ist der eigentliche Zweck des genossenschaftlichen Dorfladens die Nahversorgung sicherzustellen.

Nachdem die Anwesenden den Entwurf der Satzung einstimmig billigten. begab sich jeder einzelne an das Podium, um sich als Mitglied einzuschreiben und Anteile zu erwerben. Jedes Mitglied kann mindestens einen Anteil in Höhe von 25 Euro erwerben, dabei gibt es keine Begrenzung. Naber geht davon aus, dass der Dorfladen ein Kapitalstock von rund 10 000 Euro benötigt, um seinen Betrieb aufzunehmen. Dies setzt allerdings voraus, dass jeder der bei der Gründungsversammlung Anwesenden mehr als einen Geschäftsanteil erwirbt. Kaum einer habe nur für einen Anteil gezeichnet, zog Naber an dem Abend ein erstes Resümee. Zudem erwarte man weitere Mitgliedsanträge in den nächsten Tagen, fügte er hinzu.

In das Aufsichtsratsgremium wählte die Versammlung einstimmig Alexander Naber als Vorsitzenden sowie als weitere Vertreter Bernd Koch und Anton Lorenz. Nach dessen konstituierender Sitzung wurden Karl-Heinz Röll und Peter Günther als Geschäftsführer bestellt. Sie werden den genossenschaftlichen Dorfladen verantwortlich leiten. Bis die Genehmigung für die Nutzungsänderung des Gebäudes vorliegt, werden parallel Kontakte zu Lieferanten geknüpft. Bürgermeister Hans Metzner, der der Gründungsversammlung beiwohnte, zeigte sich aufgrund der großen Resonanz zuversichtlich. "Es war eine richtige Aufbruchstimmung zu spüren", sagte Metzner.


vom 7.3.2009


Schlange stehen für den Dorfladen: 94 Mitglieder geben ihre Unterschrift für die neue Genossenschaft. Foto: Vögele

Genossenschaft gegründet / 94 Mitglieder unterzeichnen / Alexander Naber Aufsichtsratsvorsitzender / Eröffnung im April geplant
Weg frei für den Leiberstunger Dorfladen

Von Gertrud Vögele

Sinzheim - "Neun Monate dauert erfahrungsgemäß eine Schwangerschaft. Seit der Infoveranstaltung zum Thema Genossenschaft sind nun genau neun Monate vergangen. Ich hoffe, das Kind wird heute geboren und es wird lebensfähig sein." Zuversichtlich eröffnete Ortsvorsteher Alexander Naber, Mitglied des Organisationsteams "Unser Dorfladen Leiberstung e.G." am Donnerstagabend im Alten Bürgersaal die Gründungsversammlung. Nach etwas mehr als zwei Stunden war nicht nur die Geburt vollbracht, also die Satzung beschlossen und unterzeichnet, sondern auch Aufsichtsrat und Vorstand waren aus der Taufe gehoben. Aufsichtsratsvorsitzender ist Alexander Naber.

In Einhaltung der Tagesordnung wurde zunächst ein Versammlungsleiter (Alexander Naber) und eine Schriftführerin (Sabine Opitz) gewählt. Naber erläuterte nochmals eingehend das Gründungsvorhaben. Danach erfolgte die einstimmige Erklärung der anwesenden Dorfbewohner zur Errichtung einer Genossenschaft. Im Anschluss legte Ansgar Horsthemke, der beim Badischen Genossenschaftsverband für Genossenschaftsgründungen zuständig ist, den Satzungsentwurf vor.

Er erklärte den Anwesenden die wesentlichen formalen Inhalte, insbesondere was die Anteilszeichnung betrifft. Demnach können Bürger, Institutionen und Firmen Anteile an der Genossenschaft erwerben. Der Anteil ist auf 25 Euro festgesetzt, die Zahl der erwerbbaren Anteile ist nicht begrenzt, und es bestehen keine Nachschusspflichten. Außerdem erklärte er die drei Organe einer Genossenschaft, nämlich Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung. Die Satzung wurde einstimmig angenommen und dann auch von 94 Mitgliedern unterzeichnet. Das Kind war geboren.

Nun folgte die erste offizielle Jahreshauptversammlung - und in diesem Rahmen die Wahl zum Aufsichtsrat, der aus mindestens drei Mitgliedern bestehen muss. Anton Lorenz und Alexander Naber wurden einstimmig, Bernd Koch mit einer Stimmenthaltung gewählt. In der anschließenden konstituierenden Sitzung wählten diese einstimmig Alexander Naber zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Bernd Koch zu dessen Stellvertreter, Anton Lorenz wird als Schriftführer im Aufsichtsrat fungieren. Als erste Amtshandlung wurden zwei Vorstände vom Aufsichtsrat bestimmt, nämlich Peter Günther und Karl-Heinz Röll.

"Der Grundstein ist gelegt - unser Ziel ist und bleibt die Eröffnung im April", sagte Naber im Anschluss an die Gründungsversammlung. Sobald die Baugenehmigung vorliege, gehe es an die notwendigen Umbauten des Dorfladens, teilte er weiterhin mit und: "Wir werden unsere Mitglieder ständig auf unserer Homepage im Internet auf dem Laufenden halten."

Auch Bürgermeister Hans Metzner, der den Bürgersaal mit den Worten "die Resonanz ist ja schon mal nicht schlecht" betreten hatte, freute sich über die Aufgeschlossenheit der Dorfbewohner, und darüber, dass junge und ältere Mitbürger in Leiberstung für Aufbruchstimmung sorgen. Roman Glaser, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Baden-Baden Rastatt, der sich scherzend als "Pate des Kindes" bezeichnete, zeigte sich beeindruckt über die schnelle Umsetzung des Vorhabens und sagte Unterstützung in adäquater Form zu.

vom 10.2.2009

Bericht über geplanten Laden

Sinzheim - Zu einer öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats Leiberstung im Sitzungssaal der neuen Ortsverwaltung lädt Ortsvorsteher Alexander Naber die Bevölkerung heute, 10.Februar, um 20 Uhr ein. Auf der Tagesordnung stehen die Fasnachtskampagne 2009 mit einem Bericht der Organisationsgruppe sowie ein Bericht über den Stand der geplanten Dorfladengenossenschaft.


vom 26.2.2009

In das frühere Blumengeschäft in der Leiboldstraße 68 zieht der Genossenschaftsladen ein.
In das frühere Blumengeschäft in der Leiboldstraße 68 zieht der Genossenschaftsladen ein.

Gründungssitzung der Genossenschaft am 5.März geplant / Ortsvorsteher ist optimistisch / Geschäft soll Nahversorgung der Bevölkerung sicherstellen
Naber: Ostern soll Leiberstunger Laden offen sein

Von Christa Hoffmann
Sinzheim - Die Gründung der geplanten Dorfladengenossenschaft in Leiberstung steht kurz bevor: Am 5. März soll die entsprechende Sitzung stattfinden, teilte Ortsvorsteher Alexander Naber auf Anfrage mit. "Unser Ziel ist es, den Osterhas' dadrin zu kaufen", sagte er. Das Osterwochenende fällt in diesem Jahr auf den 11./12. April.

Ursprünglich war das Organisationsteam davon ausgegangen, dass der Laden in der Leiboldstraße 68 bereits Anfang 2009 öffnet. "Es hat länger gedauert, als ursprünglich gedacht", sagte Naber, "die Prozedur der Satzungsaufstellung hat doch einige Zeit gebraucht."

Grund sei auch, dass mögliche Auflagen für den Betrieb des Ladens bereits mit den entsprechenden Ämtern abgeklärt worden seien. "Wir wollten erst alles in trockenen Tüchern haben", so der Ortsvorsteher, der sich seit langem für eine solche Einkaufsmöglichkeit in dem 900-Seelen-Dorf stark macht. Eine Umnutzungsänderung sei beantragt. Nun harre man der Baugenehmigung. Sobald die da sei, "gehen wir an die Umsetzung". Die Vorbereitungen für die Ladenöffnung liefen bereits, auch mit den Lieferanten sei schon gesprochen worden. "Wir haben ein komplett fertiges Konzept", erklärt der Ortsvorsteher.

Im Gegensatz zum ursprünglich angenommenen Betrag von rund 35000 Euro werde man mit einem Startkapital in Höhe von 20000 bis 25000 Euro auskommen, sagte Naber. Das Geld wird für den Ankauf der Einrichtung, Kauf des erstens Warenbestands, die Anmietung des Gebäudes und die ersten Löhne gebraucht.

Nach der Gründungssitzung am 5. März können die Bürger, die das Vorhaben unterstützen wollen, Anteile zeichnen. Naber geht von 25 Euro pro Anteilsschein aus. Die Genossen finanzieren damit ihr eigenes Unternehmen. Eine Haftung kann laut Experte ausgeschlossen werden. Die Zahl der Rückmeldungen liegt laut Naber über 150 Personen.


Der Laden liegt ziemlich zentral im Ort und beherbergte bisher ein Blumengeschäft. Starten soll das Geschäft mit einem kleinen Sortiment, regionale Anbieter werden bevorzugt. Die Initiatoren denken vor allem an Waren des täglichen Bedarfs, die die Nahversorgung der Bürger sicherstellen sollen.

Der Vorteil eines Genossenschaftsladens gegenüber anderen sei, dass er keinen Gewinn abwerfen müsse. Das hatte Ansgar Horsthemke, beim Badischen Genossenschaftsverband zuständig für Genossenschaftsgründungen, bei der Infoveranstaltung im Sommer 2008 erklärt. Horsthemke begleitet das Projekt und unterstützt die Organisatoren mit Rat und Tat.


om 28.2.2009

VOM BLUMENGESCHÄFT ZUM DORFLADEN: In diesem Gebäude, zentral gelegen in der Leiboldstraße, will die künftige Genossenschaft ihren Verkaufsraum einrichten. Die Eröffnung ist laut Auskunft von Ortsvorsteher Alexander Naber im April geplant.
VOM BLUMENGESCHÄFT ZUM DORFLADEN: In diesem Gebäude, zentral gelegen in der Leiboldstraße, will die künftige Genossenschaft ihren Verkaufsraum einrichten. Die Eröffnung ist laut Auskunft von Ortsvorsteher Alexander Naber im April geplant. Foto: an

Dorfladen - Eröffnung im Monat April geplant
Genossenschaft in Leiberstung kurz vor Gründung

Sinzheim-Leiberstung (AN). Die letzte Etappe auf dem Weg zum lang ersehnten Dorfladen will das Organisationsteam der Leiberstunger Dorfladengenossenschaft in der kommenden Woche angehen: Am Donnerstag. 5. März. steht um 20 Uhr im "Alten Bürgersaal" bei der Ortsverwaltung die Gründung der Genossenschaft "Unser Dorfladen Leiberstung" an. Beginn der Versammlung ist um 20 Uhr.

Seit knapp einem Jahr ist das Team um Ortsvorsteher Alexander Naber nun aktiv. Nachdem im Sommer 2008 das bei einer Info-Veranstaltung vorgestellte Konzept des genossenschaftlich getragenen Dorfladens vorgestellt worden war und eine überaus große Resonanz von Seiten der Bevölkerung erhalten hatte, wurde das Projekt weiter voran getrieben.

Das angestrebte Ziel, die Genossenschaft noch Ende des vergangenen Jahres zu errichten, konnte jedoch nicht erreicht werden. Aufwendig und umfangreich gestalteten sich die Vorarbeiten. "Wir haben uns Zeit genommen, um die Dinge auch genau zu planen und wasserdicht zu machen", so Naber. Insbesondere die Wirtschaftsplanung und das Erstellen der Genossenschaftssatzung hatten Zeit in Anspruch genommen. "Wir waren uns einig, dass wir nur einen Versuch haben, das Projekt durchzuführen. Daher wollten wir alles so gut wie möglich wasserdicht machen", bekräftigt Naber das gründliche und daher zeitaufwendige Vorgehen.

Nun aber ist alles bereit zum Start der Genossenschaft. Verhandlungen mit potenziellen Lieferanten werden geführt und sind teilweise schon abgeschlossen. Die Wirtschaftsplanung wurde erstellt und die Satzung für die Genossenschaft aufgestellt. Auch ein Gebäude für den neuen Dorfladen hat man schon gefunden. und zwar in der Leiboldstraße. Das dort im Moment noch beheimatete Blumengeschäft wird zugunsten des Dorfladens in ein Nebengebäude verlagert.

"Jetzt liegt es an dem Willen der Bürger mitzumachen"

"Alles steht in den Startlöchern", bekräftigt Naber die Bereitschaft der am Projekt beteiligten Leiberstunger Bürger. Aktuell läuft ein Antragsverfahren auf Nutzung des Gebäudes als Dorfladen. Sobald dieses abgeschlossen ist und der positive Bescheid des Landratsamtes vorliegt, geht es an die Umbauten und die zusätzlichen Sanitär- und Elektroinstallationen. In den nächsten Wochen wird sich somit einiges tun bis zur Einrichtung des Ladengeschäftes und der Beschickung mit Waren.

Ziel des Dorfladens ist es, die Grundversorgung der Leiberstunger und Schiftunger Bürger zu sichern. Dies beinhaltet hauptsächlich die Versorgung mit Backwaren und mit einem überschaubaren Angebot an Fleisch- und Wurstwaren. Molkereiprodukte sowie Artikel des täglichen Bedarfs und Getränke sollen das Sortiment abrunden. Alle Lieferanten kommen aus der Region oder dem nahen Umland.

"Uns ist es wichtig kurze Wege zu unseren Lieferanten zu haben", beschreibt Naber das Konzept. Hierzu gehört auch, dass die Lieferanten und ihre Produkte bei den Kunden bekannt und akzeptiert sind. Qualität und Frische des Sortiments sollen den Verkaufserfolg fördern.

"Unser Ziel ist es, den Dorfladen im April zu eröffnen", kündigt Ortsvorsteher Alexander Naber als Sprecher des Organisationsteams an und bekräftigt: "Die Vorarbeiten sind getan. Jetzt liegt es am Willen der Bürger mitzumachen."

 

Stichwort
Genossenschaft für Dorfladen

Mit der Gründung einer Genossenschaft wird am Donnerstag, 5. März, der Grundstein für den Leiberstunger Dorfladen gelegt. Bei dieser Versammlung werden die Satzung und das Ziel der Genossenschaft erläutert und diese dann errichtet.

Gleichzeitig wird ein Aufsichtsrat gewählt werden, der seinerseits dann einen Vorstand zur Geschäftsführung bestellt. Danach können die Bürgerinnen und Bürger sowie auch Institutionen und Firmen Anteile an der Genossenschaft erwerben. Ein Anteil wird auf
25 Euro festgesetzt, die Zahl der erwerbbaren Anteile ist jedoch nicht begrenzt. Damit kann jeder nach seinen Möglichkeiten die Genossenschaft unterstützen.

Mit dem Geld der Mitglieder wird dann der Laden an den Start gehen. Umbauten und Gebühren, Einrichtung und erster Warenbestand, sowie die ersten Gehälter sollen hieraus finanziert werden. Nachschusspflichten bestehen keine, so dass kein Mitglied befürchten muss, mehr als seine gezeichneten Anteile einbringen zu müssen.

Neben zwei Teilzeitangestellten sollen ehrenamtliche Helfer das Ladenteam unterstützen. Der Gründung beiwohnen wird Ansgar Horsthemke vom Badischen Genossenschaftsverband, der das Projekt seit Anbeginn unterstützt und rechtlich begleitet. an

Aktivitäten seit Eröffnung des Dorfladens am 2. Mai 2009

 

Mit Schreiben vom 18.12.2009 erhielt das Dorfladenteam vom Ministerium für Kultur, Jugend und Sport ein Urkunde überreicht.

 


 

Am Donnerstag, 17.12.2009 hat ein Kamerateam des SWR "Unser Dorfladen Leiberstung" besucht


 

MARIA WElS aus Leiberstung ist die 20 000. Kundin im Dorfladen. Deshalb bekam sie ein Geschenk - und auch die Damen hinter der Theke gratulierten.


 

Die bisher größte Investition für unseren Dorfladen wurde am Samstag, 4.7.2009 in Betrieb genommen. Gerade jetzt in der Sommerzeit war die Anschaffung der Kühlzelle dringend notwendig geworden, um eine ordnungsgemäße Lagerung leicht verderblicher Ware sicher zu stellen.

Die Kühlzelle hat ein Fassungsvermögen von ca. 4,5 m³.

Die Entwicklung unseres Dorfladens

 

Bilder von der Infoveranstaltung

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Januar 2009 Mitteilungsblatt der Gemeinde Sinzheim:

 

"Unser Dorfladen"

Aktuelles aus der ORGA-Gruppe

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

unser Projekt "Unser Dorfladen Leiberstung" ist in den vergangenen Wochen wieder ein großes Stück weiter gekommen.

Das Orga-Team hat sich intensiv mit den beiden grundlegenden Dingen "Satzung für die Genossenschaft" und "Wirtschaftsplan" beschäftigt und diese weiterausgearbeitet. Zeitgleich wurden die Planungen für die Umgestaltung des künftigen Ladengeschäftes weitergeführt und rechtliche Dinge hierzu besprochen.

Aktuell wurde der Satzungsentwurf zur Prüfung und Genehmigung an den "Badischen Genossenschaftsverband" in Karlsruhe übersandt.

Sobald wir diesen Satzungsentwurf genehmigt zurück erhalten, wird die Gründungssitzung zur Genossenschaft einberufen und abgehalten. Dies wollen wir so schnell als möglich durchführen.

Nachdem diese Sitzung die Genossenschaft "aus der Taufe gehoben" hat, können Anteile an der "Dorfladengenossenschaft" von jedem Bürger - der unser Projekt unterstützen möchte - gezeichnet werden und er wird Mitglied der Genossenschaft.

Parallel hierzu wird der Wirtschaftsplan fertig gestellt und ebenfalls zur Prüfung an den Genossenschaftsverband geschickt. Wird dieser ebenfalls genehmigt, kann unsere "Genossenschaft in Gründung" endgültig in das Genossenschaftsregister eingetragen werden.

In den letzten Tagen des "alten Jahres" werden wir die rechtlichen Vorgaben für das Ladengeschäft weiter klären.

Danach geht es an die Umgestaltung und die Einrichtung des Ladengeschäftes, vorausgesetzt, es wurden bis dahin auch genügend Anteile an der Genossenschaft gezeichnet und die Gelder auch einbezahlt.

Wollen wir gemeinsam an diesem Projekt weiter arbeiten und "Unseren Dorfladen" so schnell als möglich eröffnen!

Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben oder sich genauer informieren möchten, so wenden Sie sich einfach und unkompliziert an die Ortsverwaltung.

Ihr
Alexander Naber, Ortsvorsteher


 

Einladung zur Gründungsversammlung am 5.3.2009

Aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Sinzheim vom 27.2.2009

"Einladung zur Gründungsversammlung einer eingetragenen Genossenschaft

AN ALLE INTERESSENTEN

Sinzheim-Leiberstung, 27.02.2009

Wir;

1. Herr Alexander Naber, Yburgstr. 3, 76547 Sinzheim
2. Herr Karlheinz Röll, Schwarzwaldstr.15, 76547 Sinzheim
3. Herr Bernd Koch, Leiboldstr. 67a, 76547 Sinzheim
4. Herr Peter Günther, Leiboldstr. 69, 76547 Sinzheim
5. Herr Willi Stolz, Leiboldstr. 68, 76547 Sinzheim
6. Frau Ramona Schultheiß, Jägerstr. 8, 76547 Sinzheim
7. Frau Sabine Opitz, Leiboldstr. 68, 76547 Sinzheim

(Initiatoren)

laden Sie herzlich ein zur Gründungsversammlung der

„Unser Dorfladen Leiberstung e.G.“

Donnerstag, 05.03.2009 um 20.00 Uhr

„Alter Bürgersaal“ – Ortsverwaltung Sinzheim-Leiberstung

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

I. Eröffnung und Begrüßung
II. Wahl eines Versammlungsleiters und eines Schriftführers
III. Erläuterungen zum Gründungsvorhaben mit anschließender Diskussion
IV. Erklärung zur Errichtung einer Genossenschaft Unser Dorfladen Leiberstung e.G., Sinzheim - Leiberstung
V. Vorlage und Erläuterung des Satzungsentwurfs, Aussprache
VI. Beschlussfassung über den Inhalt der Satzung und ihre Unterzeichnung
VII. Wahlen zum Aufsichtsrat
VIII. Verschiedenes

Über eine zahlreiche Teilnahme würden wir uns freuen (die Initiatoren)

Alexander Naber
-Ortsvorsteher


Bilder von der Gründungsversammlung